Köln: Yummy Müslibar

Dass Weetabix-Dinkelflocken-Schoko-Crunchy-Cranberry-Zwergfeigen-Müsli ohne Rosinen und mit wenig Mandeln findet ihr in eurem Supermarkt einfach nicht? Gar kein Problem: Dafür gibt es ja die Yummy Müslibar in Köln. Hier werden feuchte Müsli-Träume schmackhafte Realität.

Ausgestattet mit einer pastellfabenen Schale kann das wilde Mixen der Zutaten losgehen: Fast eine ganze Wand ist gefüllt mit kleinen Plastikboxen, in denen sich mit rund 4 Millionen Kombinationsmöglichkeiten wirklich alles versteckt, was das Körnerherz begehrt. 100g gibt es zum Preis von 1,90 Euro, dazu kann zwischen Johgurt und Milch (auch Sojamilch oder Laktosefrei möglich) gewählt werden. Gerne packt die charmante Dame hinter der Theke auch noch frisches Obst der Saison oben drauf. Wer mit Müsli nichts anfangen kann, darf dennoch Platz nehmen – auch herzhaft belegte und zu Türmchen gestapelte Stullen stehen auf dem Programm. Dazu vielleicht ein Gläschen Ovomaltine?

Dass man sich in dem kleinen Laden im Belgischen Viertel mitunter fühlt wie am Küchentisch der eigenen Kindheit, kommt nicht von ungefähr und ist absolut berechtigt: Die aus Kinderzimmern der 1980er und 1990er stammenden Holzstühle sind mit ausgebleichten „Knight Rider“ und „New Kids on the Block“-Aufklebern beklebt und auf der Fensterbank wartet eine Reihe Brikett-ähnlicher Gameboys darauf, dass man sich nach all den Jahren nochmal an „Super Mario“ versucht. Fehlt irgendwie nur noch die Mama und das obligatorische „Kind, du kommst zu spät zur Schule!“

Yummy Müslibar
Brüsseler Straße 29
50674 Köln
Mo-Fr 9 bis 18 Uhr
Sa-So 11 bis 18 Uhr
Haltestelle: Moltkestraße

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Köln: Miss Päpki

Ein bisschen versteckt, rechts von der Kirche auf dem Brüsseler Platz im Belgischen Viertel von Köln liegt ein wahrlich zuckersüßes Café: Das „Miss Päpki„. Wer hier auf einen Kaffee oder eine heiße Schokolade einkehrt, wird sofort von der hellen und freundlichen Atmosphäre eingenommen und kann den grauen Alltag getrost vor der Tür lassen.

Klein und fein, gibt es im Miss Päpki ungefähr sieben kleine Tische für den Nachmittagsplausch oder das ausgedehnte Feiertagsfrühstück. Während man auf den in barocken Samtmustern gepolsterten Stühlen Platz nimmt, verrät ein Blick auf die auf Tortenspitze aufgemalte Getränkekarte das reichhaltige Angebot an Heiß- und Kaltgetränken. Wer keine Lust auf Koffein, sondern Vitamine hat, sollte vielleicht den „Fitmacher“ (3,60 Euro) wählen, der aus Früchten, Joghurt und Honig gemixt und frisch serviert wird.

Auch sündhaft leckere Kuchen warten in einer Glasvitrine hinter der Theke auf das Kuchengabel-Attentat, ebenso finden sich herzhafte Speisen wie der mediterrane Nudelsalat mit Oliven, gebratenen Tomaten, Rucola und Parmesan (4,90 Euro), Linsensuppe oder Salate auf der Speisekarte. Und wer gar nicht genug bekommen kann vom „Miss Päpki“, der kann sich sogar eine mit dem Logo bedruckte Stofftasche (5 Euro) mitnehmen.

Miss Päpki
Brüsseler Platz 18
50674 Köln
Mo-Fr 9:30 bis 22 Uhr
Sa-Sa 10:30 bis 19 Uhr
Haltestelle: Moltkestraße

Köln: Mimi Kaminsky -geschlossen!-

–//– Das Café ist leider geschlossen –//–

„Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ – in diesem Fall schnabuliert die Mimi vor dem Schlafengehen wahrscheinlich lieber einen leckeren Crêpe. Denn davon gibt es eine riesige Auswahl in der „Crêpressobar“ namens Mimi Kaminsky, die sich in Steinwurfweite des Brüsseler Platzes im Belgischen Viertel befindet.

Wer einen Platz an den sechs kleinen Holztischen, auf den weiß lackierten Küchenstühlen oder der die ganze Fensterfront entlang gezogene, mit bunten Folklore-Kissen bedeckten Holzbank erwischt, hat die Qual der Wahl: Soll es ein klassischer, ein süßer, ein herzhafter, ein würziger oder gar ein „gefährlicher“ Crêpe sein? Wer sich für die Variante „Zimt und Zucker“ (2,50 Euro) entscheidet, liegt natürlich auf der sicheren Seite, ebenso kann mit Nutella oder Apfelmus (jeweils 3,30 Euro) eigentlich nichts schiefgehen.

Die Wagemutigeren unter uns dürfen sich von den „Sushinskys“ verführen lassen: Hinter dem hübschen Namen verstecken sich Crêperollen im Sushistil, gefüllt mit den üblichen Verdächtigen Lachs, Avocado oder Gurke (ab 3,50 Euro). Neben den herrlich schmackhaften Crêpes bietet die Speisekarte des Mimi Kaminsky auch verschiedene Salate, die obligatorische Ofenkartoffel (3,90 Euro) und eine kleine und feine Auswahl an Frühstücksvariationen (ab 3,50 Euro) mit Kaffee satt.

Dass das Café quadratmetertechnisch eher zu den kleineren Exemplaren der Stadt gehört, ist bei einem Blick auf die liebevolle Dekoration schnell vergessen. Blau-rot karierte Hängelampen (mit in das Kabel geknoteten Gabeln und Löffeln) beleuchten das Tässchen Kaffee auf dem Tisch und die farblich passend gehaltenen blau-rot karierten Speisekarten. Absoluter Blickfang ist allerdings die riesige, aus Leuchttafeln bestehende Fotografie der Kirche St. Michael auf dem Brüsseler Platz, die die komplette Decke über dem Thekenbereich einnimmt und eine liebevolle Hommage an das „Veedel“ bildet.

Mimi Kaminsky
Brüsseler Straße 66
50674 Köln
Tägl. 10 bis 22 Uhr
Haltestelle: Moltkestraße

Köln: Salon Schmitz

Der „Salon Schmitz“ auf der Aachener Straße ist vielleicht nicht das urkölscheste Etablissement, dafür eines der beliebtesten. Zu Mittagszeiten wird es mitunter schwierig, noch einen Sitzplatz zu bekommen – was die Gäste nicht davon abhält, auch im Stehen zu essen. Daran sind sicherlich unter anderem die schmackhaften Quiches schuld, die in allen möglichen Variationen in der angehängten „Metzgerei Schmitz“ (in der sich zusätzlich ein paar wenige Sitzplätze befinden) bestellt werden können.

Doch auch außerhalb der Mittagspause lohnt sich ein Besuch im Salon. Von verschiedenen Kaffeespezialitäten über frisch gepresste Säfte und Tees bis hin zu einem reichhaltigen Frühstücks- und Kuchenangebot bietet der Salon Schmitz schlagende Argumente, seinen Nachmittag auf der Aachener Straße zu verbringen, auch wenn die Preise verhältnismäßig hoch sind. Während der vordere Teil des Cafés mit Design-Bistrostühlen ausgestattet ist, laden im hinteren Teil plüschige Sofas und Sessel, Nierentische und cremefarbene Stehlampen zum Verweilen ein. Im Sommer gibt es auch die Möglichkeit, draussen zu sitzen – wobei der Blick auf die stark frequentierte Hauptstraße nicht unbedingt zu den schönsten gehört.

Und wer aus Versehen vergessen hat, einen Schmöker in die Tasche zu packen, muss ebenfalls keine Löcher in die Luft starren: Regelmäßig organisiert der Salon Ausstellungen mit bekannten Künstlern, deren Werke an die charmanten Backsteinwände gehangen werden. Schließlich ist das Café – sowie das im Keller befindliche „Coco Schmitz“ – ein wichtiger Treffpunkt der Créme de la créme der Kunstszene während der alljährlich im Frühling stattfindenden ART COLOGNE und auch an „kunstfreien“ Tagen tummelt sich hier das ein oder andere aus den Medien bekannte Gesicht.

Salon Schmitz
Aachener Straße 28
50670 Köln
Täglich ab 10 Uhr
Haltestelle: Rudolfplatz

Köln: Café Franck

An der Grenze zwischen Ehrenfeld und Neu-Ehrenfeld, mitten auf dem viel befahrenen Ehrenfeldgürtel versteckt sich DIE Anlaufstelle für Kuchenfreunde: Über der Tür des Café Franck flackert der Name des Cafés in modernen Neonbuchstaben, während es hinter dem Windschutz-Vorhang wie in vergangenen Zeiten aussieht. Eine große Glastheke enthält fast ein Dutzend hausgemachten Krümelkuchen und Sahnetorten, die allesamt um die Gunst des Gastes buhlen.

Hat man einen Platz in dem zwar mit Sofas, Sesseln und Bänken ausgiebig ausgestatteten, aber stets gut besuchten Café ergattert, steht man vor der Qual der Wahl: Soll es ein Stückchen Johannisbeer-Creme-Torte sein? Kalter Hund? Russischer Zupfkuchen oder doch bloß ein schlichter Marmorkuchen? Wenn der Blick zu ratlos zwischen Baiser und Schokoladensauce hin- und herschwankt, kann man getrost den Tipps vertrauen, die die Kellner einem zuflüstern, während sie gekonnt vier Milchkaffee-Tassen und fünf Kuchenteller auf dem Tablett an der Kaffeemaschine vorbei manövrieren.

Dass Franck besticht mit besonderem Charme, für den nicht nur die Speise- und Getränkekarte (zu der übrigens auch verschiedene Frühstücksangebote zählen) verantwortlich ist, sondern mindestens ebenso sehr das Interieur: Nierentische und Sessel aus den 50er Jahren stehen freundschaftlich gesinnt neben blass-orangenen Samtsofas aus den 70ern, aus einem gelblich beleuchteten Automat lassen sich kleine Nichtigkeiten ziehen. Bereits seit 1938 gab es in diesen Räumlichkeiten eine Konditorei, die 2004 von den jetzigen Besitzern übernommen wurde – gelegentliche DJ-Abende und Parties kamen hinzu, der Oma-Charme blieb.

Café Franck
Eichendorffstraße 30 / Ehrenfeldgürtel
50825 Köln
Di-So 10 bis 19 Uhr
Haltestelle: Subbelrather Str./Gürtel

Köln: Trödelcafé

Wer nicht explizit weiß, wo es sich in Köln befindet, wird es eher nicht zufällig finden: Hinter dem großen Gebäude des Kaufhof auf der Schildergasse versteckt sich das Antik- und Trödelcafé, nur wenige Meter vom Trubel der Haupteinkaufsstraße. Wer den Laden durch die Glastür betritt, auf der eine große Tortenspitze mit den Öffnungszeiten klebt, wird von einem Schwall von Heimeligkeit begrüßt: Es sieht aus wie bei Oma, irgendwie.

Wer nach Biedermeierstühlen, verschnörkelten Lüstern, verzierten Spiegeln oder Barockgemälden sucht, ist hier genau richtig. Wer eine Tasse Kaffee (2 Euro) und ein Stück hausgemachten Schokokuchen (2,50 Euro) genießen und sich dabei – von Häkelkissen umgeben – auf mit Rosenmuster verzierten Polstermöbeln zurücklehnen möchte, übrigens auch. Fast das komplette Interieur ist käuflich!

Trotz seiner versteckten Lage hält sich das Trödelcafé bereits seit 1986 im Herzen von Köln. Es gibt viele Stammgäste, die regelmäßig für ein Stück Torte und etwas „Geklöne“ (wie man in Köln sagt) vorbeischauen. Doch nicht nur das zuckerhaltige Angebot auf der rot glänzenden Speisekarte ist überzeugend, auch die herzhaften Speisen sind mit Liebe gemacht. Die Tomatensuppe (4,20 Euro) schmeckt äußerst cremig und wird in Tellern mit Rosenmuster serviert.

Auch die anderen Gerichte befinden sich preislich gesehen auf normalem Köln-Niveau. So zahlt man für Bandnudeln mit Räucherlachs in Rahmsauce 8,90 Euro, gebratener Ziegenkäse im Speckmantel kostet 5,90 Euro. Für den gleichen Preis bekommt man ebenfalls einen griechischen Walnusskuchen mit Vanilleeis.

Serviert wird das Ganze in schummrigen Licht und von sanfter Klassik-Musik untermalt – das perfekte Ambiente für einen vertrödelten Nachmittag.

Antik- & Trödelcafé
An St. Agatha 29
50667 Köln
Mo-Sa ab 10 Uhr
So 14 – 19 Uhr