Berlin Prenzlauer Berg: Manolo

Die Eingangstür des Cafés wird aufgeworfen: Ein Mann mittleren Alters mit Trenchcoat und grauem Hut tritt ein, wirft einen Blick durch den Raum, setzt sich auf einen der Holzstühle am Fenster. Während er sich eine Zigarette anzündet, winkt er den Kellner heran, „Einen Kaffee bitte, schwarz!“.

Ob derartige Szenen heutzutage noch im „Manolo“ stattfinden, dafür sei an dieser Stelle nicht gebürgt – aber es gibt wohl kaum einen besseren Ort für konspirative Treffen oder heimliche Stelldicheins als das Café auf der Ecke Schönhauser Allee / Danziger Straße. Zumindest theoretisch: Denn auch wenn die dunkelgrün gestrichenen Hochbahnbögen mit der ratternden U2, die bis Hüfthöhe gerafften Gardinen an den Fenstern, die verschnörkelten Garderobenhaken und die zahlreichen Zeitungen an Holzgriffen einen Hauch New York der 1940er Jahre verströmen, befinden wir uns eben doch im Osten Berlins des 21. Jahrhunderts.

Platziert inmitten von großen Grünpflanzen und mit einer Tasse Cappuccino versorgt (klein 2,40 Euro) bietet sich das Manolo ideal zum people watching an, blickt man doch direkt auf die äußerst belebte Kreuzung Eberswalder Straße. Relativ leicht und unbeschwert lässt es sich hier den kompletten Nachmittag verbringen, sei es bei einem Stück „Kalter Hund“ (2,50 Euro) nach Großmutters Rezept, der äußerst kalorienreichen Herrentorte (3 Euro) oder Rum-Nuss-Kuchen (3 Euro). Auch verschiedene Spirituosen, Heiß- und Kaltgetränke werden gerne über den Vintage-Tresen gereicht.

Wer das Café zu Frühstücks-Zeiten aufsucht, kann zwar nicht auf eine ausgedehnte Frühstückskarte zurückgreifen, wie sie in anderen Cafés des Stadtteils üblich ist, dafür aber auf eine schmackhafte Auswahl an belegten Croissants, Laugenstangen und Körnerbaguettes (um die 3 Euro) oder Bircher-Müsli (2,90 Euro).

Nicht bei allen auf Gegenliebe stößt hingegen das Verbot von Kinderwagen – doch vielleicht ist es genau diese Einschränkung, die das Manolo zu einem angenehmen und ruhigen Anlaufpunkt inmitten des turbulenten Verkehrschaos macht.

Manolo
Schönhauser Allee 45 / Ecke Danziger Straße
10437 Berlin (Prenzlauer Berg)
Mo – Do 7 bis 22 Uhr
Fr / Sa 7 bis 24 Uhr
Haltestelle: Eberswalder Straße

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Berlin-Dahlem: Café Lenné

Dahlem-Dorf. Die Haltestelle der U-Bahn, die uns zum Café Lenné am Botanischen Garten bringt, besteht aus einem hutzeligen Häuschen mit Reetdach. Wir sind umgeben von idyllischer Stille, denn es ist Samstagnachmittag und somit nicht die Zeit für die Studenten der Freien  Universität, um über den Campus zu laufen.

Dafür tummeln sich umso mehr Familien und ältere Ehepaare typischen, gut bürgerlichen Zehlendorfer Couleurs in dem riesigen Gewächshaus der Königlichen Gartenanstalt (die sich seit 1903 Vis-a-vis des Botanischen Gartens befindet), um den freien Nachmittag bei Kaffee und Kuchen zwischen Orchideen, Farnen und Blumenranken zu verbringen. Die ungewöhnliche – übrigens normal temperierte – Umgebung hat ihren Preis: Ein Stückchen Rhabarber-Streusel-Kuchen für 3,70 Euro, die Tasse Kaffee 2,40 Euro, ein Gläschen Tee ebenfalls.

Wer das Café Lenné zur Nahrungsaufnahme aufsucht, sollte sich beeilen. Die Speisekarte ist überschaubar, die Gemüse-Quiche (6,80 Euro), der Bohneneintopf (6 Euro) oder das warme Birnen-Ragout (6,50 Euro) sind zügig ausverkauft. Aber besonders empfehlenswert: Denn ganz im Sinne des Namenpaten Peter Joseph Lenné, einem bekannten Landschaftsarchitekten des Klassiszismus, werden die Zutaten nach Möglichkeit selbst angebaut.

Café Lenné
Altensteinstraße 15a
14195 Berlin-Dahlem
Winter: Di – Sa 10 bis 17:30 Uhr  / So 10 bis 17 Uhr
Sommer: Di – Sa 10 bis 19 Uhr / So 10 bis 16 Uhr
Haltestelle: Dahlem-Dorf (U3)

Berlin-Kreuzberg: Schönes Café

Schönes Café“ steht in hellen Lettern über Eingangstür. Und in der Tat handelt es sich bei dem mitten in „Kreuzkölln“, unweit des Landwehrkanals gelegenen Cafés um einen hübschen Ort, an welchem man der kalten Winterluft in Berlin entgehen kann.

Wer Glück hat, ergattert den pinken Samtsessel, aus dessen Eckposition sich das gesamte Geschehen rund um die gläserne Theke beobachten lässt und in dem der Kaffeebesonders gut schmeckt. Doch auch mit anderer Sitzpositionierung gibt es einiges zu tun für die Augen: An den Wänden wechseln sich die Exponate verschiedener Künstler ab, von der hohen Altbaudecke baumeln verzierte China-Lampen und die Tischdecken halten alle klitzekleine Blümchenverzierungen bereit, als hätte man sie erst gestern aus dem Wohnzimmerschrank der Omi gemopst.

Waffel-Enthusiasten und Liebhaber des amerikanischen Pfannkuchen werden im „schönen Café“ leuchtende Augen bekommen, bietet die Speisekarte doch sowohl die klassische Herzchenwaffel mit Puderzucker (1,80Euro) , als auch ebenso schmackhafte wie kalorienreiche Bananen-Ahornsirup-Pancakes (4,80 Euro) oder beträufelt mit sündhafter Schokoladensauce (4,00 Euro) an. Mit der kleinen Auswahl an hausgemachten Kuchen ließe sich der Zuckerschock dann komplettieren.

Was die kuschelige Lokalität von anderen seiner Art unterscheidet, ist das Angebot der Kuchen-Backhilfe: Wer von Muttern oder Großmuttern noch ein uraltes, wohlig klingendes Rezept im Küchenschrank liegen, aber keine Zeit zum Ausprobieren hat, kann die Damen vom schönen Café zur Hilfe bitten. Flugs wird das Rezept ausprobiert und bei Gefallen ins Sortiment aufgenommen – mit namentlichem Verweis auf den Urheber.

Schönes Café
Dieffenbachstraße 54
10967 Berlin (Kreuzberg)
Haltestelle: Kottbusser Tor

Berlin-Kreuzberg: Salon Schmück

Lehnt euch zurück in einen der plüschigen Samtsessel und genießt das Treiben im Café und auf dem trubeligen Bürgersteig der Skalitzer Straße: Hier, am östlichsten Ende von Kreuzberg, in Steinwurfweite der Spree, verströmt der Kiez dank ratternder Hochbahn einen kleinen Hauch von New York. Der „Salon Schmück“ fügt das Berlin-Gefühl hinzu.

In dieser hübschen Mischung aus Café, Bar und Vintage-Shop kann man vorzüglich seine Zeit verplempern. Bis 16 Uhr – wir sind hier schließlich in Berlin – darf die ausführliche Frühstückskarte ausprobiert werden. Reicht ein „Mini-Süß“ mit Croissant und Marmelade (2,50 Euro)? Oder soll es gleich das mit allerlei Käsesorten verfeinerte „Alm-Frühstück“ (ca. 6 Euro) sein? Wer auf Müsli steht, kommt hier ebenfalls nicht zu kurz (Müsli mit frischen Früchten der Saison und Joghurt, 4 Euro), ebenso wie Freunde des gequirlten Ei in allen Variationen.

Auch zu jeder anderen Tageszeit ist das Schmück eine perfekte Anlaufstelle für einen gemeinsamen Kaffee oder eine ruhige Lesestunde. Dass man auf die Tasse heiße Schokolade oder das Stückchen hausgemachten Kuchen (ab 2,50) gelegentlich etwas länger warten muss, vergisst man schnell bei der riesigen Auswahl an Tageszeitungen und Magazinen, die neben der Theke zur Verfügung stehen. W-Lan wird ebenfalls kostenlos angeboten – wer aufgrund leerer Akkus das Stromnetz anzapft, zahlt eine kleine Gebühr von 1 Euro.

Salon Schmück
Skalitzer Straße 80
10997 Berlin (Kreuzberg)
Tägl 9 bis 2 Uhr
Fr/Sa 10 bis 5 Uhr
Haltestelle: Schlesisches Tor

Berlin-Neukölln: Madame Zucker

Neukölln at its best, möchte man denken, wenn man das hübsche Eckcafé Madame Zucker betritt. Und sich direkt verbessern: Neukölln pur, das wäre jetzt der angegraute Mann in Adiletten, der, ausgestattet mit einer Plastiktüte voller Sternburg-Bier, über den Bürgersteig schlurft – das ist hier ist hingegen hübscheste Sonntagsidylle für den gemeinsamen Kuchenverzehr, mit rot-weiß-getupften Plastikdecken auf den Außentischen, einer selbstgenähten Stoffgirlande über dem Eingang und frischen Tulpen auf den kleinen Bistro-Tischen.

Die hohen Decken, die weißen, teilweise mit Stuck verzierten Wände über dem abgezogenen Holzdielenboden garniert mit gemütlichen, nahtlos restaurierten Möbeln aus den 50er Jahren passen erstaunlich gut mit dem Stück weiß-cremiger Käse-Sahne-Torte (2,50 Euro) und dem frisch aufgebrühten Kaffee (2, Euro) zusammen und auch der riesige Deckenleuchter aus einer längst vergangenen Zeit besitzt einen gewissen Charme, wie man ihn in Berliner Cafés häufig findet.

Auch herzhafte Bagel (ab 3,50) und Pancakes stehen auf der Speisekarte, ebenso wie einige Frühstücksangebote, Paninis, Cocktails und diverse Mixgetränke. Wer einmal dahinter gekommen ist, dass „Berliner“ hier „Pfannkuchen“ heißen, handelsübliche „Pfannkuchen“ allerdings „Eierkuchen“ und zu aller Verwirrung auch noch „Pancakes“ angeboten werden, darf sich fröhlich durch die Köstlichkeiten schlemmen.

Madame Zucker
Wildenbruchplatz 5
12045 Berlin (Neukölln)
Mo-So 10 bis 20 Uhr
U7: Rathaus Neukölln
Ringbahn: Sonnenallee

Köln: Miss Päpki

Ein bisschen versteckt, rechts von der Kirche auf dem Brüsseler Platz im Belgischen Viertel von Köln liegt ein wahrlich zuckersüßes Café: Das „Miss Päpki„. Wer hier auf einen Kaffee oder eine heiße Schokolade einkehrt, wird sofort von der hellen und freundlichen Atmosphäre eingenommen und kann den grauen Alltag getrost vor der Tür lassen.

Klein und fein, gibt es im Miss Päpki ungefähr sieben kleine Tische für den Nachmittagsplausch oder das ausgedehnte Feiertagsfrühstück. Während man auf den in barocken Samtmustern gepolsterten Stühlen Platz nimmt, verrät ein Blick auf die auf Tortenspitze aufgemalte Getränkekarte das reichhaltige Angebot an Heiß- und Kaltgetränken. Wer keine Lust auf Koffein, sondern Vitamine hat, sollte vielleicht den „Fitmacher“ (3,60 Euro) wählen, der aus Früchten, Joghurt und Honig gemixt und frisch serviert wird.

Auch sündhaft leckere Kuchen warten in einer Glasvitrine hinter der Theke auf das Kuchengabel-Attentat, ebenso finden sich herzhafte Speisen wie der mediterrane Nudelsalat mit Oliven, gebratenen Tomaten, Rucola und Parmesan (4,90 Euro), Linsensuppe oder Salate auf der Speisekarte. Und wer gar nicht genug bekommen kann vom „Miss Päpki“, der kann sich sogar eine mit dem Logo bedruckte Stofftasche (5 Euro) mitnehmen.

Miss Päpki
Brüsseler Platz 18
50674 Köln
Mo-Fr 9:30 bis 22 Uhr
Sa-Sa 10:30 bis 19 Uhr
Haltestelle: Moltkestraße

Bonn: Apfelkind

Das Café „Apfelkind“ auf der Prachstraße der Bonner Südstadt hatte die weißen Flügeltüren noch nicht lange für kaffeeklatschliebende Menschen geöffnet, da gab es bereits Ärger: Es bestehe „akute Verwechslungsgefahr“ zwischen dem selbstentworfenen Logo des kleinen Familiencafés und dem omnipräsenten Apfel-Logo des Weltkonzerns Apple, hieß es in einem Anwaltsschreiben, welches die Kollegen von Steve Jobs der Inhaberin schickten.

Diese darf ihre Idee nun zunächst nur patentieren lassen, wenn sie darauf verzichtet, ihr Apfelkind auf Produkte wie Taschen, Logos und Schaufensterdekos zu drucken. Wie aus Trotz quillt der in freundlichem weiß gehaltene und mit Vintage-Sesseln dekorierte Laden nun mit dem Bild fast aus allen Nähten: Die großen Lampen ziert es, ebenso die zahlreichen Kuschelkissen in der Spielecke, dem „Apfelzimmer“. Es gibt sogar „Apfelkind“-Espresso zu erwerben.

Nicht nur zu Nachmittagszeiten ist das „Apfelkind“ eine beliebte Anlaufstelle für zahlreiche junge Mütter aus der stuckverzierten Altbautenumgebung der Bonner Südstadt. Doch besonders dann duftet es nach frisch gebackenen Waffeln (ab 2,50 Euro), schokoladigen Brownies (2,50 Euro) und Kaffeespezialitäten (ab 2 Euro). Sogar eine hauseigene Popcorn-Maschine steht bereit, die kleinen Besucher zu erfreuen.

Apfelkind
Argelanderstraße 48
53115 Bonn
Di-Sa 10 bis 18 Uhr
Haltestelle: Weberstraße

Köln: Mimi Kaminsky -geschlossen!-

–//– Das Café ist leider geschlossen –//–

„Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ – in diesem Fall schnabuliert die Mimi vor dem Schlafengehen wahrscheinlich lieber einen leckeren Crêpe. Denn davon gibt es eine riesige Auswahl in der „Crêpressobar“ namens Mimi Kaminsky, die sich in Steinwurfweite des Brüsseler Platzes im Belgischen Viertel befindet.

Wer einen Platz an den sechs kleinen Holztischen, auf den weiß lackierten Küchenstühlen oder der die ganze Fensterfront entlang gezogene, mit bunten Folklore-Kissen bedeckten Holzbank erwischt, hat die Qual der Wahl: Soll es ein klassischer, ein süßer, ein herzhafter, ein würziger oder gar ein „gefährlicher“ Crêpe sein? Wer sich für die Variante „Zimt und Zucker“ (2,50 Euro) entscheidet, liegt natürlich auf der sicheren Seite, ebenso kann mit Nutella oder Apfelmus (jeweils 3,30 Euro) eigentlich nichts schiefgehen.

Die Wagemutigeren unter uns dürfen sich von den „Sushinskys“ verführen lassen: Hinter dem hübschen Namen verstecken sich Crêperollen im Sushistil, gefüllt mit den üblichen Verdächtigen Lachs, Avocado oder Gurke (ab 3,50 Euro). Neben den herrlich schmackhaften Crêpes bietet die Speisekarte des Mimi Kaminsky auch verschiedene Salate, die obligatorische Ofenkartoffel (3,90 Euro) und eine kleine und feine Auswahl an Frühstücksvariationen (ab 3,50 Euro) mit Kaffee satt.

Dass das Café quadratmetertechnisch eher zu den kleineren Exemplaren der Stadt gehört, ist bei einem Blick auf die liebevolle Dekoration schnell vergessen. Blau-rot karierte Hängelampen (mit in das Kabel geknoteten Gabeln und Löffeln) beleuchten das Tässchen Kaffee auf dem Tisch und die farblich passend gehaltenen blau-rot karierten Speisekarten. Absoluter Blickfang ist allerdings die riesige, aus Leuchttafeln bestehende Fotografie der Kirche St. Michael auf dem Brüsseler Platz, die die komplette Decke über dem Thekenbereich einnimmt und eine liebevolle Hommage an das „Veedel“ bildet.

Mimi Kaminsky
Brüsseler Straße 66
50674 Köln
Tägl. 10 bis 22 Uhr
Haltestelle: Moltkestraße

Köln: Salon Schmitz

Der „Salon Schmitz“ auf der Aachener Straße ist vielleicht nicht das urkölscheste Etablissement, dafür eines der beliebtesten. Zu Mittagszeiten wird es mitunter schwierig, noch einen Sitzplatz zu bekommen – was die Gäste nicht davon abhält, auch im Stehen zu essen. Daran sind sicherlich unter anderem die schmackhaften Quiches schuld, die in allen möglichen Variationen in der angehängten „Metzgerei Schmitz“ (in der sich zusätzlich ein paar wenige Sitzplätze befinden) bestellt werden können.

Doch auch außerhalb der Mittagspause lohnt sich ein Besuch im Salon. Von verschiedenen Kaffeespezialitäten über frisch gepresste Säfte und Tees bis hin zu einem reichhaltigen Frühstücks- und Kuchenangebot bietet der Salon Schmitz schlagende Argumente, seinen Nachmittag auf der Aachener Straße zu verbringen, auch wenn die Preise verhältnismäßig hoch sind. Während der vordere Teil des Cafés mit Design-Bistrostühlen ausgestattet ist, laden im hinteren Teil plüschige Sofas und Sessel, Nierentische und cremefarbene Stehlampen zum Verweilen ein. Im Sommer gibt es auch die Möglichkeit, draussen zu sitzen – wobei der Blick auf die stark frequentierte Hauptstraße nicht unbedingt zu den schönsten gehört.

Und wer aus Versehen vergessen hat, einen Schmöker in die Tasche zu packen, muss ebenfalls keine Löcher in die Luft starren: Regelmäßig organisiert der Salon Ausstellungen mit bekannten Künstlern, deren Werke an die charmanten Backsteinwände gehangen werden. Schließlich ist das Café – sowie das im Keller befindliche „Coco Schmitz“ – ein wichtiger Treffpunkt der Créme de la créme der Kunstszene während der alljährlich im Frühling stattfindenden ART COLOGNE und auch an „kunstfreien“ Tagen tummelt sich hier das ein oder andere aus den Medien bekannte Gesicht.

Salon Schmitz
Aachener Straße 28
50670 Köln
Täglich ab 10 Uhr
Haltestelle: Rudolfplatz

Berlin Prenzlauer Berg: Kauf dich glücklich

Im Herzen von Prenzlauer Berg, auf der Achse zwischen Kulturbrauerei und Mauerpark liegt das „Kauf dich glücklich“. Es ist die großes Schwester des „Glücklich am Park“ auf der Kastanienallee und Mutter mittlerweile zahlreicher Ableger in Münster, Köln, Düsseldorf, Bremen, Stuttgart, Hamburg und München.

Am Wochenende – insbesondere in den Sommermonaten – schlängelt sich die hungrige Meute bis auf den breiten Bürgersteig der seit kurzem in hübschen Pastellfarben durchsanierten Oderberger Straße. Und das nicht ohne Grund: Die Waffeln und Crepes, die das Café in allen nur erdenklichen Kombinationen auf der Speisekarte stehen hat, sind vorzüglich. Hinzu kommt eine kleine und feine Auswahl an Eissorten.

Doch das „glücklich“ hat noch viel mehr zu bieten: Wie in Berlin üblich, sind die Innenräume des Cafés ausschließlich mit Möbeln vergangener Jahrzehnte eingerichtet. Und wenn man sich spontan in das dunkelrote Plüschsofa verliebt, auf welchem man die heiße Schokolade schlürft, kann man dieses sogar kaufen und mit ins heimische Wohnzimmer nehmen.

Wer kein besonderer Fan von Waffeln mit Puderzucker , heißen Kirschen, Vanille-Eis, Schokostreuseln oder Liebeskügelchen (zwischen 1,50 Euro und 3 Euro) ist (gibt es solche Menschen?) und es lieber herzhafter mag, ist mit dem Lachs-Dill- Meerrettich-Crepe oder verschiedenen Käsesorten (jeweils um die 4 Euro) gut beraten.

Da das „Kauf dich glücklich“, dessen Name den Gründern übrigens ganz nebenbei beim Spülen einfiel, nicht nur im Bezug auf das Nahrungsangebot süße Erinnerungen an die Kindheit erwecken möchte, gibt es obendrein noch eine kleine Auswahl an feinen Spielzeugen zu kaufen: Gummifische, Holzdöschen für die Milchzähne, Schwimmfiguren, Papierschirmchen, Spielzeugautos… Noch Wünsche?

Kauf dich glücklich
Oderberger Straße 44
10435 Berlin (Prenzlauer Berg)
Mo-Fr 12 bis 1 Uhr
Sa/So 10 bis 1 Uhr
U2 Eberswalder Straße